
20. Verleihung des VDE-Rhein-Ruhr Technikpreises Gastgeber in diesem Jahr waren wir - Blumenbecker in Beckum
Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik Rhein-Ruhr e.V. – kurz VDE Rhein-Ruhr e.V. – schreibt alljährlich den Technikerpreis für Schülergruppen aus. Ziel ist es, das Technikverständnis im Unterricht zu fördern und junge Menschen für technische Themen zu begeistern.
„Anlässlich unseres Jubiläums, der 20. Preisverleihung, fragten wir bei Blumenbecker an, ob wir die Veranstaltung im Unternehmen stattfinden lassen können. Blumenbecker ist langjähriger Sponsor des Technikpreises. Für die Schüler ist es interessant, die Gelegenheit zu bekommen, einen Blick in die reale Arbeitswelt zu werfen“, sagt Dirk Bannach, Geschäftsführer des VDE Rhein-Ruhr e.V
Seit Jahren unterstützt die Blumenbecker Gruppe den Technikerpreis und stiftet als Hauptsponsor das Preisgeld für den ersten Platz. Die Tradition wurde seinerzeit von Marianne Blumenbecker ins Leben gerufen. Insgesamt gab es in diesem Jahr ein Preisgeld in Höhe von 5.500 € zu gewinnen; verteilt auf drei Plätze zuzüglich Juniorpreis.
Die Top Ten der teilnehmenden Schülergruppen in diesem Jahr traf sich am 2. Juli in der Produktionshalle der Blumenbecker Automatisierungstechnik GmbH, um die Besten zu küren.
Am bisher heißesten Tag des Jahres startete der Nachmittag für die Schüler mit einer Führung durch die Produktionshalle. Im Anschluss hatte jede Gruppe die Gelegenheit, ihr Projekt bei einer Live-Demonstration der Jury vorzustellen. Die Jury bestand aus Vertretern des VDE, dem Kooperationspartner TUF e.V. (Verband der Techniklehrer für die gymnasiale Oberstufe in NRW) und Thomas Hagemann (Blumenbecker).
In der Kategorie Juniorpreis konnte das „intelligente Gewächshaus zum Chili-Anbau“ der Schiller-Schule in Bochum punkten. Die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs planten ein Gewächshaus für den Schulgarten mit Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren. Dafür erhielten sie den Juniorpreis.
Der 3. Platz gingen an die Projektgruppe des Gymnasiums Holthausen aus Hattingen. Die 15-16-jährigen Schüler entwarfen und bauten die „Fin-Ray-Hand“ – ein Roboterhand, die der Bewegung von Fischflossen nachempfunden ist und mit der man auch weiche und unförmige Objekte greifen kann.
Den zweiten Platz konnten die Oberstufenschülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule aus Bochum mit ihrem „Sandwich-Selbstgestalter“ ergattern, mit dem sie die Schul-Gastronomie optimieren wollen.
Astrid Blumenbecker (Mehrheitsgesellschafterin der Blumenbecker Gruppe) und Thomas Hagemann (Geschäftsleitung Blumenbecker digital) überreichten den 1. Preis, an die Schülergruppe des Archi-Gymnasiums aus Soest. Die 8-10.Klässler der „Forscher & Tüftler AG“ stellten sich der Frage: „Eine trainierte künstliche Nase? Wer detektiert Lebensmittel besser?"
Die Gruppe trainierte eine Sensoreinheit mit Geruchsproben. Im Schulgarten leben zwei Bienenvölker, die von der Bienen-AG betreut werden. Also entschied man sich kurzerhand für Honig als Versuchsobjekt. Die KI-Nase wurde mit den Sorten Wald-, Akazien-, Lindenblüten- und Weißtannenhonig „gefüttert“. Daraus bauten Sie einen Sensor, um die Gerüche – und damit auch die Sorten – unterscheiden zu können.
„Durch einen Microkontroller wird einen Metalloxidhalbleiter-Gassensoren ausgewertet. Da Gerüche nicht gleichmäßig intensiv sind, ist das Messergebnis nicht digital ‚eins‘ oder ‚null‘. Dies macht es notwendig, das Messergebnis intelligent auszuwerten.Die Schüler entwickelten ein aus mehreren Lagen bestehendes neuronales Netzwerk. Auch neuronale Netzwerke müssen lernen, daher ist der Aufwand für die verschieden Honigsorten entsprechend hoch. Die Lösung hat insgesamt das höchste technische Niveau“, attestiert Hagemann.
Mit der KI-Nase könnten zukünftig Laboruntersuchungen zur Bestimmung der Sorte für die Imker entfallen.
Astrid Blumenbecker lobte die gesamte Schülerschaft: „Ihr könnt euch alle als Gewinner fühlen. Ihr habt Tolles geleistet.“ Als Dank für das Engagement erhielt sie vom VDE Rhein-Ruhr e.V. eine Glastrophäe mit Widmung. Boris Pateisky (Vorstand beim VDE Rhein-Ruhe e.V.) bekräftige in seiner Rede: „Technik ist es wert, sich dafür einzusetzen."